Notgemeinschaft Dokumente Die Dortmunder Polizeikessel
 
D O K U M E N T
 
Presse Information der Antifa
zum Polizeieinsatz in Dortmund-Bechten vom 5. 2. 2003

Wie in unserer 1. Presse-Erklärung* bereits mitgeteilt wurde haben wir heute abend zwischen 20.00 Uhr und 20.30 eine spontane Demonstration und Kundgebung in Dortmund Brechten durchgeführt um auf das Treiben des Nazis Marko Gottschalk und seiner Naziband "Oidoxie" aufmerksam zu machen.

Die Aktion lief in Abwesenheit polizeilicher Kräfte ab.

Erst nach Beendigung der Aktion, als sich die TeilnehmerInnen auf dem Rückweg zur U - Bahn Station Brechten Zentrum befanden, erschienen erste Streifenwagen.

Obwohl für alle erkennbar war, und dies auch der Polizei mitgeteilt wurde, das die Aktion beendet sei, hielt es die Polizei für nötig die Bewegungsfreiheit der Antifaschistinnen einzuschränken.

Ein Augenzeuge schilderte die Situation wie folgt:

"Die Demonstranten begaben sich geschlossen zur U-Bahn Station, in diesem Momment gab der Einsatzleiter über Funk durch, das er unbedingt die Personalien feststellen wolle. Die abfahrbereite U Bahn wurde von einem Streifenwagen blockiert und die AntifaschistInnen an der Abreise gehindert. Was danach geschah, war schier unglaublich! Ca. 15 Streifenwagen blockierten die Evinger Str. ca. 2 Stunden lang, um eine Gruppe von ca. 20-30 Personen einzukesseln, zusätzlich wurden Kräfte der Einsatzhundertschaft herangezogen. Die Demonstranten wurden gezwungen ihre Personalien abzugeben und in Polizeifahrzeugen mit unbekanntem Ziel abtransportiert."

Zum polizeilichen Verhalten erklärte Klaus Meier vom "Komitee Offensiver Antifaschismus":

"Das Verhalten der Dortmunder Polizei gegenüber den AntifaschistInnen in Brechten ist eine Unverschämtheit. Es reiht sich nahtlos ein in die Tradition der Dortmunder Polizei, Nazis zu schützen und AntifaschistInnen erstmal einzukesseln und festzunehmen. Die von der Polizei gegenüber der Presse abgegebenen Erklärungen "Sie müsse rechte und linke Gruppen trennen" und "genaueres erfahre man am nächsten Tag" sind ein Versuch ihren martialischen Einsatz zu rechtfertigen und ihre Überraschung über die antifaschistische Aktion zu kaschieren. Die lange nach Beendigung der antifaschistischen Aktion von Marko Gottschalk mobilisieretn "Kameraden" waren ein armseliges Häuflein, das dumm und ratlos in der Gegend herumstand und natürlich von der Polizei geduldet wurde. Trotz des unerfreulichen Polizeieinsatzes betrachten wir die Aktion in Brechten als Erfolg, da es uns gelungen ist, einen der wichtigen Akteure der Nazi Musik Szene in Dortmund in seinem Umfeld öffentlich zu machen."

FASCHISTEN HABEN NAMEN UND ADRESSEN.
KEINEN RAUM DER NAZI MUSIK!
WE WILL ROCK YOU!


KOMITEE OFFENSIVER ANTIFASCHISMUS

 

© 2003 by KOMITEE OFFENSIVER ANTIFASCHISMUS

Der Text der Pressererklärung ist hier ungekürzt zitiert. Quelle: Kopie. Der Text steht nach unseren Erkenntnissen online nicht zur Verfügung.

* Die erste Presseerklärung bezog sich nicht auf den Polizeieinsatz und informierte über Rechts-Rock und die Neonazi-Band Oidoxie. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich über die unten angebrachten Links.


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      Weitere Dokumente zu diesem Sachverhalt
Spontane Demonstration in Dortmund-Brechten
Pressemeldung der Polizeipräsidiums Dortmund vom 5. 2. 2003
Nachtragsmeldung zu unserer gestrigen Meldung "Spontane Demonstration in Dortmund-Brechten"
Pressemeldung der Polizeipräsidiums Dortmund vom 6. 2. 2003
Presse Information der Antifa 2
zum Polizeieinsatz in Dortmund-Bechten vom 6. 2. 2003

Komplette Dokumentensammlung zu den Dortmunder Polizeikesseln
Diese Sammlung umfasst nahezu 200 Dokumente aus den Jahren 2000 - 2003


      Die Dortmunder Polizeikessel

Zusammenhängende Informationen zu diesem Sachverhalt finden Sie in der Dokumentation Die Dortmunder Polizeikessel auf den folgenden Seiten:

Der Kessel kocht

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      Links
externer Link Lotta - Antifaschistische Zeitung aus NRW
externer Link RechtsRock in NRW - Kein Raum der Nazi-Musik


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